Spülmaschinen-Pulver: 100% besser, fast plastikfrei

Seit ca. einer Woche verwenden wir nun selbst gemischtes Pulver für die Spülmaschine. Das Mischen ist denkbar einfach, die Anwendung die gleiche wie bei gekauftem fertigen Pulver. Die Zutaten gibt es – bis auf eine Ausnahme alle ohne Plastik. Insgesamt ist diese Variante nicht teurer, als herkömmliche Spülmaschinenreiniger.

Was aber für uns viel wichtiger ist als eventuelle Ökopunkte wegen Ökoverpackung: Es enthält kein supertoxisches Zeug mit unaussprechbaren und schwer nachvollziehbaren Bestandteilen. Es riecht nicht ätzend und wenn man es isst, stirbt man nicht. Zumindest nicht davon.

Ich habe das Gefühl, dass die Welt um uns herum gänzlich akzeptiert hat, dass das Zeug für die Spülmaschine nunmal giftig ist. Gleichzeitig aber sehr besorgt ist, was wohl eines Tages mit unseren Gewässern sein wird. Deshalb bin ich auf einer Mission: Wissen verbreiten, das es schon lange gibt.

Um Geschirr in der Spülmaschine schön sauber glänzend und hygienisch rein waschen zu lassen, braucht die Maschine anscheinend höchstens:

  • Natron (das „alte“ Backpulver, Natrium Hydrogenkarbonat)
  • Zitronensäure (Granuliert, C6H807)
  • Meersalz (grob, einfach Meersalz)
  • Waschsoda (Natriumkarbonat Na2CO3)

Waschsoda ist kein Lebensmittel, die 3 anderen Zutaten schon. Leider ist Waschsoda (auch reine Soda) das einzige Produkt, das ich nur in Plastik verpackt bekommen habe. Aber das soll jetzt mal nicht die übergeordnete Rolle spielen.

Man bekommt größere Mengen Natron im Versandhandel (ich hatte auf die Apotheke gehofft, leider haben sie in meiner Apotheke auch nur die Kaisernatron-Tütchen), ansonsten im Drogeriemarkt oder Supermarkt. Granulierte Zitronensäure und Waschsoda gibt’s ebenfalls im Drogeriemarkt oder im Versandhandel.

Das Mischungsverhältnis richtet sich nach dem Wasserhärtegrad: Je härter das Wasser, desto mehr Zitronensäure sollte man zufügen. Für uns (bei uns ist das Wasser sehr kalkhaltig) hat sich die folgende Mische bewährt:

1 Teil grobes Meersalz
2 Teile Natron
2 Teile Soda
3 Teile Zitronensäure

Um auszuprobieren, ob es für euch funktioniert, stellt erst einmal ein paar Esslöffel der Mischung her.

Wir nehmen immer ungefähr einen Esslöffel voll pro Spülgang.

Die einzige Einschränkung, die wir bei der Verwendung des selbstgemachten Pulvers  beobachtet haben sind Wasserflecken, die manchmal auf Edelstahlteilen nach dem Trocknungsvorgang bleiben.

Dazu sagen wir: Wasserflecken — sind uns egaaahaaahaaal!

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2 Gedanken zu “Spülmaschinen-Pulver: 100% besser, fast plastikfrei

  1. Danke für den Ohrwurm!

    Spülmaschinenzeugs ist schon seltsam – bei normalem Spüli sorgt sich alles, ob nicht doch was auf dem Geschirr bleibt und ob das nicht schädlich ist, und bei der Spülmaschine ist das alles egal. *g*

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