Konsumgedanken

Bei uns geht es gerade viel um Vermeidung: Vermeidung von überflüssigen Verpackungen, Vermeidung von Plastik und Kunststoff wenn möglich, Vermeidung von unnötigen Wegen mit dem Auto, Vermeidung von übermäßigem Stromverbrauch …

So richtig nachhaltig lässt sich das Leben aber viel einfacher gestalten, wenn man gar nicht so viel kauft, bei dem man dann auf Nachhaltigkeit achten muss. Zwar würde ich uns grundsätzlich nicht als kaufwütige Konsumlemminge bezeichnen, aber meine amazon-Bestellliste von 2015 sagt etwas anderes (wo ist das alles?).

Da wir über amazon keine Lebensmittel bestellen, lässt sich mit ziemlicher Sicherheit sagen: Ca. 80% der Dinge, die ich im letzten Jahr bestellt habe, hätten wir auch im Einzelhandel bekommen. Von den verbleibenden 20% benötigten wir dringend vermutlich ca. 4%.
Von den 80% hätten wir wahrscheinlich 50% gar nicht gekauft, weil der Konsumwunsch, bis der Weg zum Einzelhändler geschafft worden wäre, bereits vergessen worden wäre. Von der verbleibenden anderen Hälfte wären wiederum 50% nicht gekauft worden, weil einem im Geschäft klar geworden wäre, dass es soooo dringlich ja nun doch nicht ist.

Frage:
a) Wieviel Geld hätten wir nach dieser Rechnung ausgegeben?
b) Wieviel weniger Dinge hätten wir hier im Haus herumliegen?

Antworten a) und b):  Viel weniger.

Sie sehen, manche Dinge im Leben sind einfach kompliziert, andere einfach einfach.
Um die Rechnung für 2016 zu erleichtern, unser Budget zu entlasten, unseren Haushalt vor unnötigem Krams zu bewahren und schließlich die Umwelt nicht unnötig zu belasten, ist seit Jahresbeginn eine amazon-Sperre wirksam: Kein Tapp-Familienmitglied bestellt irgendwelche physischen Produkte bei amazon. Bislang fehlt mir nichts und ich habe mich bislang auch nicht durch Einkäufe bei anderen Versandanbietern selbst hereingelegt.
Unsere Haushaltskasse dankt es und der Postbote hat auch nicht mehr so viel zu schleppen. Win -win.

P.S.: Ich habe auf einem amerikanischen minimalism-blog gelesen, dass man Minimalisten gemäß ihrer schwerpunktmäßigen Ausrichtung unterscheiden kann; nach dieser Differenzierung wären wir im Moment Enoughisten. Und Eco-Minimalisten. Das heißt, wenn wir überhaupt Minimalisten wären …

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Ein Gedanke zu “Konsumgedanken

  1. Enoughisten – was für ein schönes Wort!

    Ich deute es mal um: Eigentlich habe ich schon genug von ganz vielen Sachen – meine Devise ist jetzt „erst nachdenken, dann nachkaufen“. Bei mir ist es nämlich nicht so sehr der Versandhandel, sondern die sehr praktischen, nahen und reichhaltigen Einkaufsmöglichkeiten…

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